Blackbox KW 23 – Airport spezial: Von Check out & Blackout

Merkel fröhlich im Bundestag und brummig in La Malbaie. In Hamburg steht der Airport still. Und bei G 7 lachen nur Donald, Justin und Emmanuel.

Weil ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte, beginnen wir heute mit einer Bildbeschreibung aus La Malbaie, Kanada. Aufmerksame Beobachter kommen beim Durchzählen der G7-Staatschefs auf neun Personen. Quasi G7 plus 2, also plus zwei Personen, die die 7 Staatsführer einrahmen. Rechts außen erkennen wir unschwer den Euronen Schonklod Juncker, der einen leicht fertigen Eindruck macht (zu früh zu viel Sonne getankt?). Er steht neben dem smarten Neuling Giuseppe aus Italien, damit der nicht wieder aus der EU-Reihe tanzt (Russland!). Und ja, ganz links außen der Pole PanTusk, ebenfalls Eurone. Die Damen aus D und GB schauen ein wenig pikiert und weigern sich in die Kamera zu winken. Dafür ist Donald Trumps Cheese fast schon ein wenig diabolisch. Fröhlich strahlen hingegen Justin aus Kanada und unser Makrönchen, Shinzō Abe San hat augenscheinlich andere Sorgen als die Langnasen, aber jetzt winkt er halt mit.

Ganz gleich, was Sie anderswo lesen – mehr kam nicht rum beim Gipfeln. Halt! Fast hätten wir die kleine Schweinerei namens „Rapid Response Mechanism“ (RRM) vergessen. Weil „ausländische Akteure versuchen, unsere demokratischen Gesellschaften und Institutionen, unsere Wahlprozesse, unsere Souveränität und unsere Sicherheit zu unterlaufen“, soll eine „koordinierte und deutlich schnellere Reaktion auf Wahlmanipulationen, Propagandaattacken und andere ‘inakzeptable Handlungen‘ ermöglicht werden“. Auf klardeutsch: Noch mehr Zensur!

♦ Das beliebte Krisen-Quiz „Wer weiß denn sowas?“ mit Angela Merkel war ein voller Erfolg im Bundestag. Wolfgang Schäuble, der die Show moderierte, machte nach 30 Antworten auf 30 Fragen Schluss. Probleme gelöst. Trotzdem schloss die Kanzlerin mit dem Versprechen: „Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.“

♦ Folgenden Rat gab der scheidende belgische ISS-Kommandant Frank De Winne an seinen deutschen Nachfolger Alexander Gerst: „Bei einem Feuer auf der Station kann man keinen Gesprächskreis einberufen.“ Selbst im All halten sie uns für bescheuert!

♦ Zugegeben, wir waren auch geschockt, als wir den Tweet des amerikanischen Botschafters in Berlin, Richard Grenell, lasen, den wir uns zu übersetzen erlauben: „Habe gerade den deutschen Außenminister Maas getroffen. Wir sind glücklich mit solch einem großartigen Staatsdiener zu arbeiten. Bin jetzt schon ein großer Fan!“ Das Auswärtige Amt will nun klären, ob die Äußerungen tatsächlich so gefallen sind.

♦ Wichtige Mitteilung der Energiewende-Verkäufer: Lübeck („Supermärkte, Restaurants, Bäcker – alle haben geschlossen. Computer, Licht, Kassen funktionieren nicht mehr. Vier Stunden kein Strom“) und Flughafen Hamburg – hat alles nichts mit der Energiewende zu tun! Weil der Olaf-Scholz-Flughafen in Hamburg ein kleines Stromproblem hatte, haben die Hanseaten ganz schnell noch ein paar Windräder aufgestellt.

♦ Nachdem die SPD bereits einer der größten Medienkonzerne ist (googeln Sie mal „ddvg“), steigt die Partei nun auch ins Pornogeschäft ein. Weil der Markt hart umkämpft ist, setzt die SPD alles ein, was sie hat. Härter soll es zugehen, aber auch „authentischer, als dies in den meisten Sexfilmen der Fall ist: Hier darf auch mal was schiefgehen.“ Erste Titel wurden bereits bekannt: „100%-Schulz, der Rohrkrepierer“ und „Siggi Sifredo und die Popp-Akademie“.

♦ Österreich schließt sieben Moscheen und weist Imame aus, die partout nicht begreifen wollen, dass das österreichische Islamgesetz mit der Forderung nach „positiver Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft“ nicht die Grundeinstellung zu Scharia und Erdogan als verehrtem Präsidenten meint.

♦ „Niemand hat ein Recht auf Einwanderung nur aufgrund der Tatsache, dass sein Einkommen in seiner Heimat geringer wäre als die Sozialhilfe in Deutschland“, schreibt, man glaubt es kaum, ein evangelischer Pastor. Und er erklärt den Claudias, Katrins, Angelas und Margots den Unterschied zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. „Es geht um den Unterschied zwischen gut und gut gemeint.“ Jede Zeit hat ihren Bonhoeffer.

♦ Bewegende Worte bei einer Trauerfeier für den von einem Brutalo-Türken totgeschlagenen Familienvater aus Bergisch-Gladbach. „Sein Tod war und ist sinnlos“, so Theologin Ulrike Grave-Herkenrath in Richtung des Totschlägers. „Er wurde durch einen anderen Menschen aus dem Leben gerissen. Und dieser Mensch sind ganz alleine Sie.“ Oh, halt, da ist uns was durcheinandergerutscht. Ulrike Grave-Herkenrath ist nicht Theologin, sie ist die Richterin, die Bewährung verkündete …

♦ Laut „Bild am Sonntag“ reichte allein die Hildesheimer Anwaltskanzlei Cakar & Sadegh pour Saleh 3.565 (!) Asylanträge in Bremen ein. Der Rechtsanwalt Cahit Tolan aus Oldenburg allein 1.003. Der Einfachheit halber wurden von beiden Kanzleien drei Formbriefe mit nahezu identischem Text verwendet.

Noch immer klingen uns die Worte des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht des Deutschen Anwaltvereins, Thomas Oberhäuser, in den Ohren. Der findet es „albern anzunehmen, dass man mit Asylrecht reich werden könnte“. Vielleicht ist er einfach zu dusselig?

♦ Tja, heißt es im Bundespolizeipräsidium in Potsdam, „die vorgelegten Dokumente (vom Kindermörder Ali B. und seiner Familie) waren echt, gültig und berechtigten zur Ausreise“. Außerdem waren die auf Arabisch, und das können wir nicht lesen. Und die aufgeklebten Fotos waren leider nicht maschinenlesbar. Die unterschiedlichen Namen in den Ausweispapieren und auf der Bordkarte sind nicht aufgefallen? Äh, ja, also, ein Abgleich zwischen Passdokumenten und dem Ticket ist „im Rahmen der Luftsicherheitskontrolle derzeit rechtlich nicht möglich“, bedauert die Behörde. Wissen das die Amis? Stehen wir bei denen bereits auf der schwarzen Einreise-Liste der gefährlichen Länder?

♦ Wegen fehlender Erntehelfer verfaulen die Erdbeeren? Hätten wir vielleicht doch nicht nur Ingenieure, Ärzte und Facharbeiter ins Land holen sollen?

Liebling der Woche

Sina aus Hamburg hat sich in unsere Herzen geraten bei Jauchs Millionärsquiz. Frage:

„Was mussten Ende April nicht nur die Physiker zur Kenntnis nehmen? A: Gravitation gilt nicht mehr, B: Magnetismus außer Kraft, C: Echo wird abgeschafft oder D: Lichtjahr ist vorüber.“ Sinas Antwort: D. Leider nicht gewonnen, obwohl das im rotgrünen Hamburg auf der Schule durchgegangen wäre. Gemein!

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