Bau der Krim-Brücke

Kiews „Phantomschmerzen“ – Außenpolitiker über Poroschenkos Pläne für Krim-Brücke

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Der russische Außenpolitiker Anton Morosow hat in einem Gespräch mit dem TV-Sender RT die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über Kiews Pläne zur Krim-Brücke kommentiert.

„Die Krim-Brücke ist ein Symbol der Wiedervereinigung der Krim mit Russland. Die eine Sache ist es, ein Referendum abzuhalten, um zu sehen, dass alle Einwohner nach Russland wollen. Und eine ganz andere Sache ist es, unser Territorium physisch wiederzuvereinigen. Das heißt, dass der Bau der Krimbrücke und ihre Inbetriebsetzung endgültig einen Punkt unter die Frage setzen, wem  die Krim gehört. Und natürlich verursacht das in Kiew Phantomschmerzen. Für sie bedeutet dieses Ereignis den endgültigen Verlust des Territoriums wegen ihrer nachlässigen Politik gegenüber ihrem eigenem Volk“, äußerte Morosow.

Wie der Politiker ferner betonte, würde Kiew weiterhin provokative Aussagen machen:

„Natürlich sollten wir verschiedene Zwecklügen von ihnen erwarten. Aber wir wissen ganz genau, dass die Krim für immer ein Teil Russlands geworden ist. Was die Verbindung mit dem Kuban-Gebiet (nordkaukasische Region Russlands – Anm. d. Red.)  betrifft, sind alle willkommen. Wir sind nicht dagegen, dass die Ukrainer über die Krim ins Kuban-Gebiet reisen. Für uns sind sie ein verwandtes Volk. Und wir freuen uns immer über die Ukrainer auf unserem Territorium „, so der Politiker weiter.

Zuvor hat Poroschenko offenbart, wie sein Land die Krim-Brücke verwenden wolle:

„Nach der Wiederherstellung ihrer  Souveränität  auf der Krim wird die Ukraine sie (die Krimbrücke – Anm. d. Red.) für die Verbindungen mit dem Kuban-Gebiet nutzen, wo übrigens auch eine große Zahl von Ukrainern wohnhaft ist“ so der Pressedienst des ukrainischen Präsidenten.

Wie Poroschenko ferner betont haben soll, würde Russland Verantwortung für „den illigalen Bau der Brücke über die Straße von Kertsch“ tragen.Der Autoverkehr über die Krim-Brücke war am Dienstag in beiden Richtungen offiziell freigegeben worden. An der feierlichen Zeremonie hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, teilgenommen, der selbst über die neue Konstruktion gefahren war.

Mit einer Länge von 19 Kilometern gilt die Brücke über die Straße von Kertsch, die eine direkte Verbindung zwischen der Krim und dem russischen Festland gewährleisten soll, als eines der schwierigsten Bauprojekte Russlands.Die Verkehrsverbindung zwischen der südrussischen Region Krasnodar und der Halbinsel Krim über die Überführung wurde vorfristig – ein halbes Jahr früher – fertiggestellt. Für den Eisenbahnverkehr soll der Überweg Ende 2019 freigegeben werden. Die ersten Bauarbeiten hatten im Februar 2016 begonnen.