Syrische Medienberichte: Mehrere Militärstützpunkte in Hama und Aleppo mit Raketen angegriffen

Syrische Medienberichte: Mehrere Militärstützpunkte in Hama und Aleppo mit Raketen angegriffen

Archivbild
Mehrere syrische Militärstützpunkte in den Provinzen Hama und Aleppo wurden von Raketen getroffen. Einem Bericht im syrischen Staatsfernsehen zufolge wurden diese von einem nicht benannten Feind abgeschossen. Im Verdacht steht jedoch Israel.

Unter Berufung auf eine militärische Quelle berichtete die syrische Nachrichtenagentur Sana, dass es sich um eine „neue Aggression“ durch feindlichen Raketen handele, die gegen 22:30 Uhr auf militärische Positionen in Hama und Aleppo abzielten.

Unterschiedliche Videos zeigten heftige Explosionen.

RIA Novosti berichtete unter Berufung auf eine syrische Behörde, dass Munitionsdepots der Armee getroffen wurden und es sich höchstwahrscheinlich um einen Luftangriff handelte.

Unter anderem trafen die Raketen offenbar das Hauptquartier der 47. Brigade westlich der Stadt Hama sowie Stützpunkte östlich von Aleppo zwischen dem Flughafen Al-Malikiayh und Al-Nayrab.

Im Hama-Depot dauerten die Explosionen mehr als anderthalb Stunden an, breiteten sich in die Umgebung aus und zwangen einige der Bewohner, aus ihren Häusern zu fliehen, berichtete Sky News unter Berufung auf lokale Quellen.

Die durch die Explosionen ausgelösten Erschütterungen waren so gewaltig, das Seismologisches Zentrum Europa-Mittelmeer (EMSC) registrierte ein Erdbeben der Größe 2,6 auf der Richterskala.

Es gab unbestätigte Berichte über Verletzungen und Todesfälle infolge des gemeldeten Angriffs. Sky News Arabiaberichtete unter Berufung auf Rebellenquellen, dass über 40 Menschen getötet worden sein könnten. Die Berichte im syrischen Staatsfernsehen gingen nicht konkret darauf ein, wer die Raketen abgeschossen hat.

Anfang dieses Monats überquerten israelische Jets den Luftraum des Libanon, um einen Luftangriff auf Syriens T-4-Flugplatz in der Nähe von Homs durchzuführen, wobei sieben iranische Berater getötet wurden. Zwei israelische Kampfflugzeuge feuerten nach Angaben des russischen Militärs acht Lenkflugkörper ab, von denen fünf von der syrischen Luftabwehr abgeschossen wurden.

Mehr zum Thema – Lieberman: Israel könnte im Bedrohungsfall russisches S-300-System in Syrien angreifen

Wenige Stunden vor dem jüngsten Raketenangriff auf Syrien hatte Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärt, die Streitkräfte behielten sich weitere Einsätze in Syrien vor. „Wir haben nicht die Absicht, Russland anzugreifen oder uns in innere syrische Angelegenheiten einzumischen“, so Liebermann. Jedoch fügte er hinzu:

Wenn jemand meint, dass es möglich ist, Raketen abzufeuern oder Israel selbst oder gar unsere Flugzeuge anzugreifen, dann werden wir zweifelsohne antworten, und zwar werden wir sehr heftig antworten.

Laut israelischen Medien, die sich auf Oppositionsquellen berufen, wurden bei dem Angriff 18 Iraner getötet, darunter ein hochrangiges Mitglied der Revolutionsgarde. Tel Aviv nahm zu dem Vorfall keine Stellung. Das israelische Militär kommentiert die ihm zugerechneten Angriffe auf Syrien grundsätzlich nicht. Auch aus Washington und London erfolgte bisher keine Stellungnahme. Syrische Medien hatten spekuliert, die Raketen könnten von den USA und Großbritannien von Jordanien aus abgeschossen worden sein.

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