„GOTTES VORSTELLUNG, WIE SICH EIN MENSCH KORREKT VERHALTEN SOLL“

Lamya Kaddor verharmlost die Scharia

Von
MICHAEL STÜRZENBERGER |
Nach der Forderung der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel auf die Lossagung von der Scharia sieht sich die moslemische „Religionspädagogin“ und „Islamwissenschaftlerin“ Lamya Kaddor offensichtlich im Zugzwang, die Ungläubigen bei dem Thema hinters Licht führen zu müssen. So verharmlost sie in einer Kolumne für t-online die Scharia als „Anleitung für korrektes gottgefälliges Verhalten“. Kein Wort davon, dass sie das Ehe-, Familien- und Strafrecht in mittelalterlicher Form umfassend regelt, die Minderwertigkeit von Nicht-Moslems definiert, den Machtanspruch des Islams formuliert, die alleinige Berechtigung für Moslems zur Gesetzgebung darstellt und die Legitimation für Rauben, Krieg, Gewaltanwendung und Töten gegenüber Andersgläubigen liefert. Die Ergüsse von Kaddor lesen sich wie die Vorlage für ein Kinderbuch:

Der Begriff Scharia stammt aus dem Arabischen. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer der heißen Wüsten Vorderasiens, wo auch die Ursprünge des Islams liegen! Was garantiert Ihnen dort das Überleben? Richtig: Wasser! In der lebensfeindlichen Wüste, müssen Sie den geraden Weg zur Tränke, zur lebensspendenden Wasserquelle kennen, um zu überleben. Genau das meinte man im Arabien vor dem Islam, wenn man von Scharia sprach. Der Fluss Jordan zum Beispiel wurde „al-Scharia al-kabira“ genannt (Große Scharia), weil er für die Region offenbar die Tränke par excellence war. Im übertragenen Sinn steht die lebensspendende Wasserquelle im Islam für Gott, die Scharia ist mithin der gerade Weg zu ihm.

Diesen Weg suchen alle gläubigen Muslime. Um auf ihm zu bleiben, müssen sie sich ihrem Glauben nach gottgefällig verhalten. Wer das tut, gelangt via Tod zu Gott und dann ins Paradies. Das Wort Scharia bezeichnet nichts anders als Gottes Vorstellung davon, wie sich ein Mensch korrekt verhalten soll. Wir sprechen hier vom Kern einer jeden Religion. Wie kann man von gläubigen Menschen erwarten, dass sie sich davon lossagen? Das wäre nichts anderes, als sie aufzufordern, ihren Glauben abzulegen.

Lamya Kaddor l

Der Begriff „gottgefälliges Verhalten“ klingt in Christenohren absolut positiv, und das weiß Kaddor ganz genau. Aber der Islam hat ein komplett anderes Gottesbild als das Christentum: Allah ist eben kein liebender, sondern ein strafender, brutaler, tötungsfordernder und auch selbst tötender Gott. Kaddor nimmt hier eine bewusste Täuschung der Ungläubigen und eine unverschämte Verharmlosung der menschenverachtenden Scharia-Regeln vor. Dabei lügt sie auch noch:

Das Problem ist nun aber: die Scharia ist kein Bürgerliches Gesetzbuch. Sie ist nicht festgeschrieben. Es gibt kein Buch namens Scharia. Es gibt allenfalls weitgehend leere Seiten, die permanent mit Inhalt gefüllt werden müssen. Da es im Islam kein Oberhaupt gibt, das bestimmen kann, was Gottes Vorstellungen denn wohl sein mögen, füllt jeder Mensch, jede Strömung im Islam diese Seiten nach eigenen Überzeugungen.

Falsch. Die Scharia ist das umfassende islamische Gesetz, das sich aus den „göttlichen“ Befehlen Allahs aus dem Koran und den Anweisungen des „Propheten“ Mohammed aus der Sunna zusammensetzt. Im 14. Jahrhundert wurden all ihre Bestandteile in dem Buch „Reliance of the Traveller“ zusammengefasst, das auch bei Amazon bestellt werden kann.

Der Islamische Staat hat 100% Scharia

Zwar hat nicht jedes von Moslems beherrschte Land die komplette Scharia so wie der Islamische Staat umgesetzt. Aber auch Teile von ihr reichen zur Terrorisierung der Bevölkerung aus. Und sie ist wie ein geladener Revolver im Köcher, mit dem jederzeit scharf geschossen werden kann. Je nachdem, welche mohammedanischen Scharfmacher gerade am Umsetzen der „göttlichen“ Gesetze sind.

Kaddor versucht den Islam aus der Verantwortung für Terror, Gewalt, Töten, Kampf, Krieg, Menschenverachtung und Frauenunterdrückung herauszunehmen, indem sie den alten Trick mit dem Kunstbegriff „Islamismus“ benutzt:

Die öffentlich losgetretenen Debatten über „die Scharia“ sind letztlich nur ein Ausdruck des Versuchs, den Unterschied zwischen Islam als einem Glauben und Islamismus als eine politische Ideologie, die sich des Islams bemächtigt, zu verwischen.

Beziehungsweise es geht darum, die Haltung von Terroristen, Verbrechern, Barbaren, die sich für ihre Gewalt, ihre Menschenfeindlichkeit, ihre Frauenunterdrückung auf den Islam berufen, zu verallgemeinern und Muslimen allesamt eine insgeheime Radikalität zu unterstellen.

Die Radikalität ist in der Scharia begründet. Genau das bestreitet Kaddor aber, indem sie behauptet, dass die Scharia nicht per se problematisch sei, sondern nur diejenigen, die sie mit vermeintlich falschen Inhalten füllen würden:

Das Schreckensbild, das so oft mit Scharia verknüpft wird, ergibt sich allein aus einer islamistisch-fundamentalistischen Sichtweise der Dinge: einer Sichtweise, die die 1.400 Jahre alte Moral und Ethik Arabiens ins Hier und Jetzt tragen will, losgelöst von Entwicklung und Fortschritt.

Genau das verlangt der Islam aber, denn in dieser „Religion“ sind die Befehle Allahs und die Anleitungen von Mohammed zeitlos gültig. Was vor 1400 Jahren galt, gilt auch heute. Die geballte Verharmlosungspropaganda von Kaddor zeigt, dass sie ein verkapptes Islam-U-Boot ist, ähnlich vom Schlage einer Özoguz und Chebli. Je mehr der Islam in die Kritik gerät, desto stärker fallen die Masken dieser Täuschungsspezialisten. Mit dem mächtigen Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag kommt die Diskussion um diese gefährliche Ideologie immer mehr in Fahrt.

Beitrag teilen....Share on FacebookShare on VKShare on Google+Tweet about this on Twitter