Flixbus startet weltweit erste elektrische Fernbuslinie

Teststrecke auch in Deutschland geplant – „Investition in Zukunft lohnt sich“ –13.03.2018 20:25 Uhr

Noch setzt Flixbus auf klassische Diesel-Busse - doch das soll sich ändern.

Noch setzt Flixbus auf klassische Diesel-Busse – doch das soll sich ändern.© Boris Roessler/dpa

Flixbus verpackt das, was die Firma noch in diesem Frühjahr plant, in große Worte. André Schwämmlein spricht von der „Mobilität der Zukunft“, von einem „Trend“, vom Ende der fossilen Kraftstoffe. Er ist einer der Geschäftsführer des Fernbusunternehmens, das mittlerweile Marktführer in Europa ist. Damit das auch im kommenden Jahrzehnt so bleibt, hat man sich in der Münchner Zentrale etwas ausgedacht.

Schon bald, genauer im April, will Flixbus als nach eigener Aussage weltweit erster Anbieter E-Busse im Fernverkehr auf die Straßen schicken. Konkret geht es um die Strecke zwischen Paris und Amiens. Die französischen Städte trennt rund 150 Kilometer, gerade wegen der kurzen Distanz sei die Verbindung für den Einsatz elektrischer Alternativen wie gemacht. Der erste deutsche E-Fernbus soll im Frühsommer folgen, dann zwischen Hessen und Baden-Württemberg – konkreter wird das Unternehmen bislang noch nicht. Auch nicht, wie sich der Mangel an Ladestationen in Deutschland überbrücken lässt.

„Brauchen Umstieg auf alternative Antriebe

Die E-Busse seien zwar „in der Anschaffung deutlich teurer“, so Schwämmlein, aber: „Wir sind überzeugt, dass sich diese Investition in die Zukunft lohnt.“ Er spricht von einem klaren Zeichen hin zu einer Mobilitätswende. Zeitgleich wolle man auch an die Hersteller von Bussen ein klares Signal sehden, Alternativen zum reinen Diesel-Betrieb zu entwickeln.

Doch André Schwämmlein geht weiter. „Im Hinblick auf ein langfristiges Umdenken sollte Individualverkehr mit fossilen Kraftstoffe nicht mehr subventioniert werden“, sagt der Unternehmer. „Stattdessen brauchen wir den Umstieg auf alternative Antriebe und Investition in öffentliche Verkehrsmittel.“