Ausländergewalt in Cottbus stark gestiegen

Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamts patrouillieren in Cottbus Foto: picture alliance/dpa

COTTBUS.

Ausländer in Cottbus sind überproportional häufig an Gewaltdelikten beteiligt. Laut einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der fraktionslosen Abgeordneten Iris Schülzke wurden im vergangenen Jahr 368 Gewalttaten registriert (2016: 359).

In 66 Fällen waren die Tatverdächtigen ausländischer Herkunft (2016: 23), berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Das entspricht rund 18 Prozent aller Gewaltdelikte. Der Ausländeranteil liegt in Brandenburgs zweitgrößter Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern dagegen bei 8,5 Prozent.

Erst vor kurzem hatte Innenminister Heinz Schröter (SPD) einen teilweisen Aufnahmestopp von Flüchtlingen für Cottbus erlassen. Vorausgegangen waren zahlreich Straftaten bis hin zu Messerattacken durch junge Syrer. Viele Cottbusser fühlen sich mit den Folgen der Asylpolitik alleingelassen und gehen seit Wochen gegen diese auf die Straße.

Wieder mehrere Vorfälle

Erst am Wochenende sorgten Asylsuchende in Cottbus wieder für mehrere Polizeieinsätze. So kam es zu einer Prügelei zwischen zwei afghanischen und einem iranischen Jugendlicher mit zwei Cottbussern.

Am Freitag kontrollierte die Polizei zudem eine Gruppe „mit hinlänglich bekannten Männern aus Syrien“. Diese weigerten sich jedoch, sich auszuweisen. „Als ihnen die entsprechenden Sanktionen aufgezeigt wurden, attackierte ein 21 Jahre alter, polizeibekannter Syrer die Beamten ungebührlich verbal und bedrohte sie. Er mußte fixiert werden“, teilte die Polizei mit. Die Beamten konnten Drogen bei ihm sicherstellen.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Sonntag in einem Schwimmbad in Cottbus. Hier wurden zwei 14 und 15 Jahre alte Mädchen von zwei syrischen Jugendlichen sexuell belästigt und gegrapschte. (krk)