Sexverbot für schwule Blutspender gerichtlich bestätigt

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Blutspenden (Bild: shutterstock.com)

Frankreich: Homosexuelle Männer dürfen in Frankreich weiterhin kein Blut spenden, wenn sie in den zwölf Monaten zuvor Sex hatten.

Dies berichtet der österreichische „Kurier“. Kurz nach Weihnachten wurde eine Beschwerde gegen diese Regelung als nicht diskriminierende Maßnahme zurückgewiesen. Der oberste Verwaltunsgerichtshof des Landes hat die Entscheidung damit begründet, dass bei Männern, die Sex mit Männern haben, HIV-Neuinfektionen deutlich häufiger vorkämen.

Schwulenverbände halten es selbstredend für falsch, Männer mit gleichgeschlechtlichem Sex pauschal zu einer Risikogruppe zusammenzuschließen. Sie kritisieren, dass nicht berücksichtigt werde, wenn Schwule in einer monogamen Partnerschaft leben.

Auch in Österreich wird vom Rote Kreuz „Männer, die Sex mit Männern hatten“ von der Blutspende ausgeschlossen. (SB)