Italien: Flüchtlingshelfer „am Boden zerstört“ – sie bekommen ihr Schiff nicht zurück

Foto: Screenshot/Youtube

Von wegen „Jugend rettet“ (Foto: Screenshot/Youtube)

ROM – Italiens höchstes Gericht hat es abgelehnt, das vor acht Monaten beschlagnahmte Schiff der selbsternannten deutschen Flüchtlingshelfer „Jugend Rettet“ wieder rauszurücken. Gegen die Organisation wird von der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Zusammenarbeit mit Schleusern ermittelt.

„Jugend Rettet“ gab bekannt, sie sei durch das Urteil „am Boden zerstört“ und  werde weiter  „für das Recht kämpfen werden, Menschen in Gefahr auf See zu retten“.

Ärzte ohne Grenzen sagten, dass das Urteil „Signal sei, dass Europa weiterhin humanitäre Organisationen, die Such- und Rettungsaktionen durchführen, kriminalisieren will, anstatt die Kapazitäten zu erhöhen, um Leben auf See zu retten.“

Die Staatsanwaltschaft teilte dem Gericht mit, dass das Schiff Iuventa aufgrund von drei Vorfällen, bei denen ein Besatzungsmitglieder Kontakt zu Schleusern gehabt habe hatten, festgesetzt worden sei. Der Sprecher der Gruppe, Philipp Kulker, sagte in Berlin, dass die Beweise gefälscht seien.

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