Die Kosten für die Stilllegung der Atomkraftwerke steigen weiter an
Die Stilllegung der AKW und die Entsorgung radioaktiver Abfälle dürfte teurer werden als bisher berechnet. Die Kosten betragen laut Experten 700 Millionen mehr als zuvor angenommen.
Wenn die Dampffahne über einem Kühlturm dereinst auf alle Zeiten verschwindet, beginnt eine teure Stilllegung des Kraftwerks. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Wenn die Dampffahne über einem Kühlturm dereinst auf alle Zeiten verschwindet, beginnt eine teure Stilllegung des Kraftwerks. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

(sda) Ursprünglich war die sogenannte Kostenstudie 2016 von 22,8 Milliarden Franken ausgegangen. Sie ist von Swissnuclear im Auftrag der Kommission für den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds (Stenfo) durchgeführt und vor rund einem Jahr publiziert worden.

Nun haben unabhängige Experten die Studie in den vergangenen Monaten überprüft, wie Stenfo am Donnerstag mitteilte. Dazu haben sie die Studie mit den Stilllegungs- und Entsorgungskosten ausländischer AKW verglichen und vor allem auf den Sicherheitszuschlag fokussiert.

Unter anderem empfehlen sie im Bereich Stilllegung, höhere Risikozuschläge einzusetzen. Auch für die Entsorgung schlagen die Experten Anpassungen der Zuschläge für Gefahren und Chancen vor. Insgesamt rechnen die Experten mit Gesamtkosten von 23,484 Milliarden Franken. Für diesen Betrag hat Stenfo dem Umweltdepartement Uvek einen Antrag gestellt. Das Uvek dürfte in den kommenden Monaten über die Höhe der Kosten entscheiden.

An der ungeprüften Kostenstudie 2016 hatte die Schweizerische Energiestiftung Kritik im Mai Kritik geübt. Sie bezeichnete die Studie als zu optimistisch und forderte höhere Beiträge.

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