Heute ganz in eigener Sache: Sie wollen doch sicher einen Bericht aus dem Gerichtssaal? Wenn Sie ein Gerichtsgebäude betreten, werden sie mit Metalldetektoren durchsucht, Ihr Gepäck (Aktentasche) wird geröntgt. Diesmal wurden wir alle vor dem Betreten des Gerichtssaals erneut mit Metalldetektoren untersucht und alle Handys wurde für die Dauer der Verhandlung eingezogen. Laut Auskunft der Beamten auf Wunsch der Richterin. Ist ja auch verständlich, wer wie ich gewaltfrei seine Meinung äußert, muß ja gefährlich sein, der hat bestimmt eine Maschinenpistole im Strumpf versteckt.

Der Gerichtssaal war klein, deshalb waren praktisch alle Zuschauerplätze besetzt. Bis auf die Dame von der Main-Post, deren Lebensgeschichte so verdächtig jener des jungen Josef Goebbels gleicht – zwei erfolglose Buchveröffentlichungen, zwei erfolglose Theaterstücke – dürften alle auf meiner Seite gewesen sein. Der Staatsanwalt wurde als Gruppenleiter vorgestellt, offenbar benötigt dieses Verfahren einen Altgedienten, da sich ein unerfahrener Mann verplappern könnte. Andererseits zeigt die Tatsache, daß ein solches Verfahren überhaupt durchgezogen wird, daß die Staatsanwaltschaften entgegen der üblichen Behauptungen überbesetzt und unterbeschäftigt sind.

Bei der Verhandlung ging es um drei sogenannte „Verbrechen“: Ich habe vorgeschlagen, daß Repressalien gegen Moslems vorgenommen werden, wenn diese Attentate verüben. Ich habe mich dabei an das gehalten, was früher Völkerrecht gewesen ist: Für ein Opfer zehn Geiseln erschießen. Das wurde als „menschenverachtend“ bezeichnet, als „Hetze gegen eine religiöse Minderheit“. Daraus, daß ich bei Babi Yar seriöse Historiker angeführt habe, deren Forschungsergebnisse vom Mainstream abweichen, wurde „Leugnen des Holocausts“ gebastelt, und natürlich „Volksverhetzung“. Besonders übel wurde vermerkt, daß ich die Kontaktdaten des Herrn Marc Michalsky veröffentlicht habe. Im Rahmen des allgemeinen Denunziantenschutzes wurde das als „Aufforderung zu Straftaten“ und „Verstoß gegen das Datenschutzgesetz“ geahndet. Der Staatsanwalt hat deshalb 20 Monate Haft veranschlagt, die zu elf Monaten zusammengezogen worden sind. Haft wegen schlechter Sozialprognose, ich solle unbedingt einen Denkzettel erhalten. Die Richterin hat dies in 600 Tagessätze umgewertet, die zu 300 zusammengezogen wurden. Da ich jederzeit Hartz IV beantragen könne, wurde dies zugrunde gelegt, also ein Tagessatz zu zehn Euro.

Oh ja, wir leben in einer recht interessanten Zeit, in der für Taten, die keinerlei bezifferbaren Schaden hinterlassen haben, die schweren Geschütze der Justiz aufgefahren werden, während andere Verfahren, in denen es um Schäden im Bereich von hunderttausend und mehr Euro geht, bereitwillig eingestellt werden. Vergewaltigung und schwere Körperverletzung werden hinuntergespielt, wenn die Täter jener „religiösen Minderheit“ angehören, gegen die ich angeblich gehetzt haben soll. In einem Punkt wurde der Staatsanwalt deutlich: Er will mich vom Netz haben. Nicht wegen dieser Bagatellen, die er als Anklage vorgetragen hat, sondern weil ich vielfältig über den totalen Merkelstaat herziehe. Ich soll mundtot gemacht werden, weil die Obrigkeit immer mehr in Panik gerät. Die Politik ist zu blöd, um angemessen zu kontern oder auch nur zu diskutieren, deshalb sind juristische Taschenspielertricks nötig.

Was passiert, wenn ich schreibe, die Erde ist flach? Ich bekomme eine Anzeige wegen Volksverhetzung, da ich wissenschaftliche Offenkundigkeiten verleugne. Was ist, wenn ich später schreibe, die Erde sei rund? Ich bekomme eine Anzeige wegen Volksverhetzung, weil ich die religiösen Gefühle diverser Minderheiten verletzt habe. Ja, so ist das nun mal im Merkeldeutschland der Gegenwart. Ich kann den Staatsanwalt und die Richterin durchaus verstehen. Sie sind Merkels willige Helfer, die womöglich selbst nicht einmal wissen, wofür sie eingespannt werden. Wenn das Regime stürzt, hängen diese Helfer mit Haut und Haaren drinnen, sie haften mit ihrem Kopf dafür. Sie sollten öfter alliierte Nachkriegspropaganda anschauen, die bereitwillig auf allen Fernsehkanälen angeboten wird, und darauf achten, was mit Hitlers willigen Helfern geschehen ist.

An dieser Stelle möchte ich allen Unterstützern danken, die mir in Person, per Mails, per Anruf oder in Gedanken zur Seite gestanden sind. Es tut gut, nicht allein zu sein. Das stört den Staat besonders, denn dessen Vertreter sind letztlich allein. Und ganz allein werden sie vor den höchsten Richter treten, ohne Parteifreunde, ohne bezahlte Helfershelfer. Dann bleibt ihnen nur noch die Leere, die sie in sich selbst erzeugt haben.

Der größte Unterschied zwischen zwölf Jahren Hitler und zwölf Jahren Merkel besteht darin, daß die Zerstörungen nach Hitler äußerlich sichtbar gewesen waren.