Vulkaneruption.
Vulkaneruption.

Hawaii & Guatemala sind der „Eröffnungsakt“ – der vulkanische Schwarmzyklus ist zurück

Die Welt muss sich auf eine neue Reihe größerer Vulkaneruptionen einstellen. Wir befinden uns in einem neuen „vulkanischen Schwarmzyklus“, der auch mit einer Zunahme der Erdbebentätigkeit einhergeht.

Von Marco Maier

Wir haben in den vergangenen Monaten bereits mehrere Vulkanausbrüche erlebt. Auf den Philippinen und in Indonesien liefen sie ohne nennenswerte Sach- und Personenschäden ab. Anders sieht es derzeit in Hawaii (Mount Kilauea) und in Guatemala (Volcan de Fuego) aus, dort gab es schon hunderte Tote und massive Zerstörungen an der Infrastruktur.

Einige Vulkanologen gehen nun davon aus, dass wir am Beginn eines neuen „vulkanischen Schwarmzyklus“ stehen, der vor allem den Pazifischen Feuerring quasi „in Brand setzen“ wird. Dies wird auch mit einer neuen Welle an schwereren Erdbeben einhergehen, vor denen bereits Geologen aufgrund historischer Datenabgleiche warnten. Binnen der nächsten zwei Jahre soll es demnach zu deutlich stärkeren vulkanischen und seismischen Aktivitäten kommen.

Angesichts der inzwischen extrem hohen Bevölkerungsdichte in vielen der von Erdbeben und Vulkanausbrüchen gefährdeten Gebiete könnte ein neuer solcher Schwarmzyklus dazu führen, dass wir in den kommenden 24 Monaten vielleicht sogar wieder eine Zahl von hunderttausenden Opfern dieser Naturkatastrophen sehen werden. Man erinnere sich nur an die großen Erdbeben 2004 in Indonesien (über 110.000 Tote), 1976 in China (über 255.000 Tote) oder 1920 in China (über 200.000 Tote).

Wenn man nun bedenkt, dass den größeren Vulkanausbrüchen vorher meistens schwerere Erdbeben vorausgingen und wir in den letzten Monaten bereits mehrere schwerere Erdbeben erlebten, darf man davon ausgehen, dass es die nächsten beiden Jahre noch „interessant“ wird, was sowohl die Erdbeben selbst als auch die Vulkane anbelangt. Besonders beobachten sollte man demnach den Sinabung in Indonesien, der als Explosivvulkan gilt und desser Eruption gewaltige Schäden verursachen kann. Aber auch die dutzenden anderen als aktiv geltenden Vulkane sollte man nicht aus dem Auge lassen.

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