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J.Damm

Debatte um Özil und Gündogan überschattet Vorstellung des WM-Kaders | DEUTSCHEN Fußball gibt’s bei COMPACT!

Die Debatte um das Treffen von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London hat die heutige Vorstellung des vorläufigen WM-Kaders überschattet. Wie erwartet, wurden die beiden Anhänger des Islamisierers aus Ankara nicht aus der Liste gestrichen. Mehrere Politiker hatten dies nach dem Eklat gefordert.

Die türkische Regierungspartei AKP hatte gestern zu Propagandazwecken Fotos des Treffens von Erdogan mit Özil (FC Arsenal) und Gündogan (Manchester United) veröffentlicht. Nicht nur die Ehrerbietung der beiden Mittelfeldspieler, die der DFB-Auswahl angehören, stieß dabei auf Empörung, sondern vor allem die Widmung, die der wie Özil in Gelsenkirchen geborene Gündogan auf sein Trikot geschrieben hatte: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“ Die beiden deutsch-türkischen Doppelpass-Kicker hatten dem Sultan vom Bosporus ihre Vereinshemden als Gastgeschenk überbracht.

Zu Recht fragten sich nun viele, was denn ein Spieler in der deutschen Nationalmannschaft zu suchen hat, der Erdogan als „meinen Präsidenten“ bezeichnet. Auch von Özil ist bekannt, dass er eine starke Affinität zum türkischen Staatschef und seiner Partei AKP hat. Er weigert sich, vor den Spielen die deutsche Hymne mitzusingen, sondern betet lieber Koranverse. Wem Özil und Gündogan wirklich Loyalität entgegenbringen, dürfte nun auch dem letzten blauäugigen Multikulti-Phantasten klar sein.

Auf die Huldigung des türkischen Präsidenten durch die beiden DFB-Spieler reagierten mehrere Politiker mit der Forderung, sie mögen dann doch bitte Nägeln mit Köpfen machen und nicht mehr im deutschen Trikot auflaufen. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach erklärte: „Niemand erwartet von unseren Nationalspielern mit Migrationshintergrund, dass sie ihre Herkunft verleugnen. Aber von denen, die für unser Land spielen, sollten wir schon erwarten, dass sie wissen, dass nicht Erdogan, sondern Steinmeier ihr Präsident ist.“

Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich (CSU) fand es befremdlich, sich „vor den Wahlkampfkarren eines ausländischen Politikers spannen zu lassen, der sich vor Kurzem noch abfällig über Deutschland geäußert hat“, seine Partei twitterte: „Wer das Trikot der Nationalmannschaft trägt, sollte sich zu den Werten unseres Landes bekennen und nicht Wahlkampf für Despoten machen, die die Pressefreiheit und Menschenrechte einschränken.“ Der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic legte Özil und Gündogan den Rückzug aus der Nationalmannschaft nahe.

Auch die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, forderte die beiden England-Legionäre auf, nicht mehr das DFB-Trikot überzustreifen. „Herr Gündogan ist ein trauriges Beispiel, wie gering die Identifikation der türkischstämmigen Jugend in Deutschland mit der Wahlheimat ihrer Eltern ist“, erklärte die AfD-Politikerin. Und weiter: „Trotz jeder noch so fröhlichen Integrationskampagne des DFB sieht Gündogan Erdogan als seinen Präsidenten an. Und Mesut Özil macht Wahlkampf für dessen Partei AKP. Sie sollten am besten gleich ihr Glück in der türkischen Nationalmannschaft suchen, denn diese Art von ‚Doppelpass‘ funktioniert auch im Fußball nicht.“

Beide Kicker finden sich nichtsdestotrotz im vorläufigen WM-Kader wieder, den Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw heute im Dortmunder Fußball-Museum vorgestellt hat:

Wer noch immer Nationalelf statt „Die Mannschaft“ sagt, ein Freund des DEUTSCHEN Fußballs ist und Schwarz-Rot-Gold im Herzen trägt, sollte sich schleunigst die neue COMPACT-Spezial „Nationalsport Fußball“ besorgen, die sich von anderen Sonderheften, die zur WM in Russland herausgekommen ist, in zwei Punkten abhebt:

  • Das 84-Seiten starke Heft widmet sich nicht nur dem aktuellen Sportgeschehen, sondern wirft einenBlick auf weit über 100 Jahre deutscher Fußballgeschichte und lässt dabei nicht nur alle Titel und Triumphe unserer deutschen Fußball-Nationalmannschaft noch einmal Revue passieren, sondern erzählt auch Anekdoten und Geschichten, die man sonst selten findet. Wissen Sie zum Beispiel, dass sich Kaiser Wilhelm II. über das Ergebnis eines Spiels der Deutschen gegen die Franzosen per Depesche unterrichten ließ? Ist Ihnen bekannt, dass es in den 1950er Jahren Partien Deutschland gegen Saarland gab? Erinnern Sie sich noch daran, dass es 1978 einen großen Skandal um den Besuch von Wehrmachts-Oberst Hans-Ulrich Rudel im Quartier der deutschen Mannschaft in Argentinien gab? Kennen Sie den Western, in dem Bayern-Star Paul Breitner an der Seite Hardy Krügers mitspielte? Dies alles und vieles mehr finden Sie in unserem Fußball-Spezial.
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